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Das Hotel Wilmina im ehemaligen Charlottenburger Frauengefängnis ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles aus dem 19. Jahrhundert. Hinter ineinanderfließenden Höfen und üppigen Gärten verborgen wurden die Gebäude im sensiblen Dialog mit den vorhandenen Räumen und Spuren früherer Nutzung transformiert.
Dabei wurde vorhandene Bausubstanz, wie beispielsweise Ziegelsteine, Türen und Geländer, soweit möglich, wiederverwendet bzw. an heutige Erfordernisse angepasst. Für diese Maßnahme wurde das Wilmina mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur ausgezeichnet. Die originale Gebäudestruktur und Raumaufteilung sowie viele Spuren der früheren Nutzung wurden weitestgehend erhalten. Versiegelte Flächen wie die ehemaligen Gefängnishöfe wurden entsiegelt und in üppige Gärten verwandelt. So gelang es, den historischen Charakter der Gebäude zu bewahren und diesen gleichzeitig mit modernen Elementen zu ergänzen. Dieses präzise austarierte Zusammenspiel zwischen Altem und Neuem schafft einen kontemplativen Rückzugsort inmitten der geschäftigen Metropole.
Das Wilmina ist ein Ort mit einzigartiger Geschichte und bietet eine Atmosphäre, die zum Nachdenken über Gesellschaft und deren Wandel im urbanen Umfeld anregt. Es zeigt die architektonischen und ökologischen Chancen auf, die die Umnutzung selbst anspruchsvoller Baudenkmäler bietet. Durch die Ergänzung zeitgemäßer Bau- und Haustechnik ist das Wilmina im besten Sinne des Wortes ein nachhaltiges Architekturprojekt.
Informationen zur Geschichte und Transformation des Hauses wurden in einem detailreichen Bildband aufbereitet, der von Gästen und Besuchern des Hauses studiert und bei Interesse erworben werden kann. Zusammen mit einer historischen Gefängniszelle dient es als Gedenkort für die Opfer juristischer Ungerechtigkeit.
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